Ein Abstecher in die Vergangenheit

Die Vergangenheit war gespickt mit Hindernissen, Herausforderungen und Überwindungen. 
Ob diese so gut überwunden wurden?


Der Wandel kam mit dem Mauerfall 1989, sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Elb-Havel-Region: 
die damalige Pflanzenproduktion LPG (P) Kamern wurde aufgelöst und der pflanzenbauliche Teil für die Gemarkungen Garz und Warnau, sowie die Tierproduktion LPG (T) Warnau schlossen sich Anfang August 1990 zusammen. 

Doch die Lage wurde nicht besser.

Die Milchpreise sanken auf 45 (Ost-) Pfennig. Löhne und andere Kosten konnten nicht mehr gedeckt werden. Mit der Landwirtschaft ging es rapide bergab. Es kam zur Einigung der damaligen Mitglieder der LPG, diesen Betrieb zum 30. Januar 1991 ebenfalls zu schließen. 

   

"Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der Andere packt sie kräftig an und handelt"

 -Dante Alighieri-

In dieser Zeit machten sich Joachim Köpke, Frank Sonnenberg und Jens Köpke Gedanken über ihre weitere berufliche Zukunft. 
Sie entschlossen sich zu privatisieren und gründeten am 15. Januar 1991 die Agrobetrieb Köpke Sonnenberg GbR. 
Grundlage war die Wiedereinrichtung von 3 Hofstellen.

Gestartet wurde mit Pacht- und Eigentumsflächen von circa 780 Hektar Ackerland und Grünland, sowie mit 120 Milchkühen.

   

"Fange nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen" 
-Marcus Tillus Cicero-

 



Jeder fängt klein an - aber Zusammen bauten wir Schritt für Schritt Großes auf. 

 

Das Lohnunternehmen Köpke-Sonnenberg wurde 1992 gegründet und entwickelte sich über die Jahre kontinuierlich weiter. Anfangs als GbR geführt, legte das Unternehmen von Beginn an einen Fokus auf die landwirtschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Praktiken. Ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensgeschichte war der Bau einer Biogasanlage im Jahr 2005, gefolgt von der Gründung der Biogas Köpke-Sonnenberg GbR im Jahr 2007, um die Biogasproduktion weiter voranzutreiben.

Im Jahr 2008 erfolgte eine bedeutende Veränderung innerhalb der Familie: Joachim Köpke übertrug seinen Erbsanteil an seinen Sohn Jens Köpke, was zu einer weiteren Festigung der Unternehmensführung führte. 
 

 Ein weiteres Kapitel wurde 2009 aufgeschlagen, als das Unternehmen die Milchproduktion einstellte und sich stärker auf andere landwirtschaftliche Bereiche konzentrierte.

2011 erfolgte der Kauf eines zweiten Landwirtschaftsbetriebs, wodurch die Unternehmensgröße und die landwirtschaftlichen Aktivitäten ausgebaut wurden. Zwei Jahre später, 2012, führte der Ausstieg von Frank Sonnenberg zur Umfirmierung von der GbR in eine Kommanditgesellschaft (KG), was die neue Struktur des Unternehmens widerspiegelte.

Ein schwerwiegender Rückschlag trat 2013 ein, als 85 % der landwirtschaftlichen Flächen durch das verheerende Elbehochwasser überschwemmt wurden. Trotz dieser Herausforderungen hielt das Unternehmen an seiner nachhaltigen Ausrichtung fest.

Ein weiteres Zeichen für die langfristige Vision des Unternehmens war der Besuch von Jens und Jacques im Jahr 2020, als sie an einem Kurs für regenerative Landwirtschaft teilnahmen, um sich mit zukunftsorientierten Anbaumethoden auseinanderzusetzen und die nächste Generation auf die Herausforderungen der Landwirtschaft vorzubereiten.



Gegenwärtig im Agrobetrieb Köpke KG

Vielseitigkeit und ein hohes Maß an Wissen ist essenziell für uns Landwirte!


Mit der Bewirtschaftung von rund 1600 Hektar Acker- und Grünland setzen wir uns tagtäglich dafür ein, Lebensmittel mit höchster Qualität zu produzieren. Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Schlagwort, sondern ein grundlegender Bestandteil unserer Arbeit. Wir streben Jahr für Jahr danach, unseren Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen zu leisten, und setzen uns konkrete Ziele, um unseren Betrieb kontinuierlich umweltfreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten.

 

Nachhaltigkeit im Einklang mit der Natur
Der Schutz und die Pflege unseres Bodens stehen für uns an oberster Stelle. Denn ohne fruchtbare Erde, die uns als Grundlage dient, kann keine Pflanze gedeihen. Um diesen wertvollen Lebensraum langfristig zu erhalten, setzen wir auf verschiedene nachhaltige Anbaumaßnahmen.

Der gezielte Einsatz von Zwischenfrüchten trägt beispielsweise dazu bei, den Boden zu stabilisieren, Erosion zu verhindern und die Bodenstruktur zu verbessern. Gleichzeitig wirken Zwischenfrüchte als natürliche Nährstofflieferanten, indem sie Stickstoff aus der Luft binden und somit den Boden für den nächsten Anbau vorbereiten.

 

Ein weiteres wichtiges Instrument in unserer nachhaltigen Landwirtschaft ist die teilflächenspezifische Düngung. Hierbei stellen wir sicher, dass jede Pflanze nur die Nährstoffe erhält, die sie wirklich benötigt. Diese präzise Dosierung fördert nicht nur das Wachstum der Pflanzen, sondern schont auch die Umwelt, da wir so unnötige Emissionen und den Verlust von Nährstoffen vermeiden. Unser Ziel ist es, den Einsatz von Dünger so effizient wie möglich zu gestalten, um die Umweltbelastung zu minimieren und gleichzeitig den Ertrag zu maximieren.

 

Umweltschutz als Verantwortung
Wir verstehen Umweltschutz nicht nur als Teil unserer Unternehmensphilosophie, sondern als unsere Verantwortung gegenüber der Natur und zukünftigen Generationen. Deshalb gehen wir über gesetzliche Anforderungen hinaus und suchen kontinuierlich nach innovativen Lösungen, die unseren ökologischen Fußabdruck verringern. Die Förderung der Biodiversität auf unseren Feldern, die Förderung von natürlichen Lebensräumen für Nützlinge und die Vermeidung von unnötigem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gehören zu unseren zentralen Zielen.

 

Innovation und Tradition vereint
Durch den kontinuierlichen Austausch bleiben wir stets auf dem neuesten Stand der Technik und der landwirtschaftlichen Entwicklung. Wir kombinieren innovative Technologien mit jahrhundertelangen Traditionen und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Natur. Nur so können wir auch in Zukunft hochwertige Lebensmittel produzieren, die sowohl den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden als auch den Ansprüchen der Umwelt.

 


Nachhaltigkeit ist kein kurzfristiges Ziel, sondern ein langfristiges Engagement. Durch den sorgfältigen Umgang mit unseren Ressourcen, die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und die enge Zusammenarbeit mit der Natur schaffen wir die Grundlage für gesunde, qualitativ hochwertige Produkte – heute und in der Zukunft.

 

Hackfrüchte

Getreide

  • Weizen, Roggen & Gerste zur Herstellung von Brot und anderen Backwaren, sowie auch Tierfutter

 

Ölfrüchte

  • Raps für die Herstellung von Speiseölen oder auch Biodiesel 

Hackfrüchte

  • Kartoffeln für den Hofverkauf und Stärkefabrik
  • Zuckerrüben für die Zuckerfabrik
  • Mais zur Futternutzung 

Vermehrung



 

 

Am Wehl 9 / 39539 Havelberg / 039382 7369 / info@llb-garz.de